Allgemein Gemeinderat Barleben

Wenig Interesse für den Kita-Neubau Ebendorf

Am vergangen Donnerstag gab es eine außerordentliche Sitzung des Gemeinderates Barleben. Ein Thema war mal wieder der Neubau der Kindertagesstätte in Ebendorf.

Kita-Ebendorf
Die Kindertagesstätte in Ebendorf. Davor sind Container zu sehen, die den Kindern als Umkleideräume dienen. Die vorher dafür genutzten Räume mussten wegen Gesundheitsgefährdung gesperrt werden.

Im Vorfeld hatte der Bürgermeister den Auftrag des Gemeinderates, sich mit dem Bieter und der Kommunalaufsichtsbehörde (KAB) des Landkreises Börde über die Möglichkeiten einer Finanzierung zu unterhalten und weitere Finanzierungsalternativen auszuloten. Doch trotz dieses Auftrages beteiligte sich der Bürgermeister nicht an den Gesprächen. Er schickte lediglich einen Stellvertreter zu den Verhandlungen mit der KAB. Mit der Bietergemeinschaft Depenbrock wurden, trotz Auftrag, erst gar keine Gespräche geführt.
Der Vertreter fehlte dann auch auf der Sitzung, sodass die Gemeinderatsmitglieder keine Möglichkeit hatten, ihn zu den Gesprächen Fragen zu stellen.

Der Gemeinderat beauftragt den Bürgermeister mit der Bietergemeinschaft Depenbrock sowie der Kommunalaufsicht des Landkreises Börde alternative Finanzierungsvarianten wie Miete oder Mietkauf zu ermitteln, die eine Realisierung der Kindertagesstätte in 2015 ermöglichen, jedoch die Liquiditätsbelastung der Gemeinde auf die Folgejahre verteilen.
– Auszug aus dem Antrag zum Kita-Neubau in Ebendorf

Ich frage mich deshalb: Hat der Bürgermeister nicht genügend Interesse daran, dass der  Kindergarten in Ebendorf gebaut wird? Oder will er das Bauvorhaben so lange hinaus zögern, bis der Kindergarten im Gewerbegebiet TPO (Kosten von fast 4 Millionen Euro) gebaut wurde? Dann könnten die Kinder ja dort hin gehen. Das würde dann die Attraktivität des Gewerbegebietes erhöhen. Aber für welchen Preis? Was wird dann aus Ebendorf?

Aber auch andere Ratsmitglieder haben anscheinend schon vergessen, dass sie dem Kindergarten die höchste Priorität einräumen und alle anderen Ausgaben hinten an stellen wollen (einstimmiger Beschluss des Gemeinderates). Anders kann ich es mir nicht erklären, wieso sie trotz leerer Kassen Ausgaben von über 1 Million Euro für Kooperationsverträge mit Vereinen zugestimmt haben. Dieses Geld wäre meiner Meinung nach besser im Kindergarten Ebendorf aufgehoben gewesen.

So wurde dann der Beschlussvorlage BV-0116/2014 zugestimmt und somit die Ausschreibung des Neubaus aufgehoben. Wann und ob jemals ein Kindergarten in Ebendorf gebaut wird, wird die Zukunft zeigen. Der Bürgermeister hat jetzt erneut den Auftrag bekommen, weitere Verhandlungen mit der KAB und dem Bieter zu führen. Hoffentlich zeigt er für die folgenden Gespräche mehr Interesse.

Thomas Pfeffer

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