Allgemein Ortschaftsrat Ebendorf

Besichtigung KiTa Ebendorf

Mitglieder des Ortschaftsrates Ebendorf haben im Rahmen eines Ortstermins den Keller der KiTa Ebendorf in Augenschein genommen. Anlass waren in letzter Zeit erfolgte Auseinandersetzungen zwischen Verwaltungsspitze und einzelnen Mitgliedern des Gemeinderates und die dabei gegenseitige Bezichtigung der Lügnerei. Teil nahmen Verwaltungsmitarbeiter, eine Vertreterin der KiTa-Leitung sowie die Presse (Volksstimme).
Grundsätzlich ist zu sagen, im Keller ist der Zugang zu den oberen Etagen versiegelt, das aber richtig. Ansonsten wird der Keller als Ablage für Spiel- und Sportgeräte sowie die Spaziergeh-Wagen genutzt. Der Zugang erfolgt von außen. Der Hausmeister geht ein und aus und auch teilweise das Personal. Der erste Eindruck, wenn man reinkommt ist nicht wirklich schlimm. Zumindest habe ich persönlich keine Belastung der Luft feststellen können.
Die Belüftungsanlage im Keller läuft ab und zu, soll aber keine Verbindung nach oben haben. Ich denke, bei besserer Querlüftung des Kellers, wären auch einige Feuchtigkeitsprobleme weg. Der Sickerpumpenschacht war trocken. Wie das allerdings aussieht, wenn wieder mehr Niederschläge fallen, weiß ich nicht. Es steht aber zu befürchten, dass der Keller dann auch wieder unter Wasser steht. Das ist aber lagebedingt und wohl schon immer das Problem der dort befindlichen Gebäude mit Keller.
Auf ganz alten Karten (von 1838) ist gut zu sehen, das die dort befindlichen Höfe gegen das Wasser vom Felsenberg durch einen Graben durch den heutigen Park geschützt wurden. Nach Aussagen alter Ebendorfer ist der Graben entweder mal verrohrt oder zugeschüttet worden, das aber schon vor langer Zeit. Erinnern können sie sich daran nicht mehr. Offenbar ist der Graben, wenn es ihn noch geben sollte, derzeit jedenfalls funktionslos. Vielleicht sollte mal ein grundlegender Entwässerungsplan für den ganzen Bereich erstellt werden, damit das Problem aus einer anderen Sicht betrachtet werden kann. Irgendwie kann ich mich nicht damit abfinden, dass immer wieder gesagt wird, ist eben immer schon eine nasse Ecke. Wasser sucht sich zwar immer seinen Weg, aber Ebendorf liegt doch nicht allein „im Wasser“. Anderswo hat man doch in solchen Bereichen auch schon gebaut. Vielleicht gibt es durch eine ordentliche Drainage sogar eine preiswertere Lösung. Aber ich bin kein Fachmann.
Der Ortschaftrat Ebendorf hat in seiner an die Besichtigung anschließenden Sitzung auf meinen Antrag hin einstimmig (!) den Auftrag an den GR und die Verwaltung beschlossen, dass die ursprünglich für den Neubau vorgesehenen und genehmigten 680 T€ Kreditmittel für eine Wiederherstellung der ganzheitlichen Nutzung des KiTa-Gebäudes eingesetzt werden müssen. Bewusst wurde dabei offen gelassen, ob nun mit Keller oder mit anderen Möglichkeiten (Anbau, Container o.ä.). Ein Neubau dürfte nach den letzten Verlautbarungen aus der Verwaltung wohl auf unabsehbare Zeit vom Tisch sein. Ich hoffe bloß, das Geld ist nicht schon zu Stopfen anderer Haushaltslöcher verbraucht worden.
Der Ortsbürgermeister möchte weiterhin einen (noch nicht feststehenden) Termin mit dem Gesundheitsamt des Landkreises abwarten und sieht den Landkreis  generell im Zugzwang bei einer etwaigen Untersagung der Betriebsgenehmigung. Er hofft offenbar, dass dann von dieser Seite her Druck auf die Gemeinde ausgeübt wird bzw. vom Landkreis finanzielle Unterstützung für die Lösung der Probleme kommt. Schauen wir mal.

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