Allgemein Gemeinderat Barleben

Krisenmanagement alá Gemeinde Barleben

Über die Finanzlage der Gemeinde wurde schon viel geschrieben und eigentlich jeder Bürger hat die Auswirkungen bereits zu spüren bekommen. Ob nun Grund- und Hundesteuern, KiTa-Gebühren, Entgelte für Bibliotheken und gemeindliche Einrichtungen, Vereinsförderung, Feuerwehrrente, Aufwandsentschädigungen – die Liste der Grausamkeiten weggefallenen Segnungen üppig fließender Steuermittel ließe sich sicherlich noch fortführen und ist auch längst noch nicht abschließend.

Nachdem wohl der Neubau der KiTa-Ebendorf schon in weite Ferne gerückt ist, geht es nun den Kindereinrichtungen in der Ortschaft Barleben an den „Kragen“. So sollen die Grundschüler mit in die Sekundarschule einziehen, der Kindergarten und der Hort in der Grundschule untergebracht und für die Kinderkrippe ein Anbau an die Grundschule errichtet werden. Die Grundstücke der dann ehemaligen Einrichtungen sollen verkauft werden.

Nun mag jeder stehen zu diesen Maßnahmen, wie er will. Sicher wird es bei den geplanten Veränderungen nicht unbedingt zu Verbesserungen gegenüber dem jetzigen Zustand für die Kinder kommen. Und ob es tatsächlich zu den in den Beschlussvorlagen aufgezeigten Einsparungen kommen wird, darf angesichts der zuvor noch erforderlichen Investitionen bezweifelt werden. Schließlich müssten nochmals Millionen € investiert werden, um die „neuen“ Einrichtungen auf ihren Zweck vorzubereiten.

Was aber in diesem Zusammenhang wieder einmal offen zutage tritt, ist das grauenvolle Informationsmanagement von Bürgermeister und Verwaltung im Umgang mit der Krise. Eindrucksvoll haben das die Leiterin, das Lehrerkollegium sowie der Elternrat der Grundschule Barleben in jeweils einem Offenen Brief  dargelegt. Auch ihre Bedenken gegen die Zusammenlegung wurden benannt. Davon liest man in den Beschlussvorlagen für den Gemeinderat natürlich nichts.

Ich bin überzeugt, dass die Bürger der Gemeinde Barleben sehr wohl akzeptieren können, dass bei schwachen Finanzen auch Einschnitte hinzunehmen sind. Aber sie wollen gerade dann mit einbezogen werden, wenn es an ihre Geldbörse geht! Sie wollen verstehen, warum eine Sache vielleicht entbehrlich ist, eine andere nicht. Ich spreche hier noch nicht mal vom Gemeinderat als Selbstverständlichkeit, der (oder gewisse Teile von ihm) leider oft auch erst vor vollendete Tatsachen gestellt wird. Möglichkeiten der Information hat die Verwaltung doch wohl genug! Und einen eigenen Pressesprecher noch dazu, wenn der Bürgermeister nicht mit den Bürgern reden will oder kann!

Es drängt sich leider immer mehr der Eindruck auf, dass der Bürgermeister nicht mehr Herr der Lage in der Verwaltung ist. Stümperhaftes Agieren, fehlende Informationen und „einfach Durchziehen“ sind gewiss nicht, was in der jetzigen Situation gebraucht wird. Insoweit bedarf es wohl noch weiterer Aufrufe der Bürger zu Protesten, um im Rathaus ein Umdenken zu erreichen.

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