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Nach gründlicher Reinigung sind die Gänseblümchen wieder zu Hause

Heute war es endlich wieder soweit: Die Kinder und Erzieher konnten wieder in die Kita Ebendorf einziehen. Nachdem das Dämmmaterial ausgebaut wurde und alle Räume samt Inventar gründlich gereinigt wurde, ergab die jüngste Messung der Raumluft weniger als 100 Fasern je Kubikmeter Raumluft. Die Raumluft ist somit ähnlich rein wie die Luft außerhalb des Kita-Gebäudes. Eine wesentliche Verbesserung gegenüber den Werten, die vor dem Entfernen der Dämmwolle gemessen wurden. Dort waren teilweise über 1000 Fasern gemessen wurden. Der Grenzwert liegt bei 500 Fasern/m³.

Meiner Meinung nach hätten diese Reinigungsarbeiten und damit der Wiedereinzug schon viel eher geschehen können. Bereits nachdem die Ergebnisse von der 2. Messung der Verwaltung vorgelegen haben, war klar, dass die gefundenen Fasern krebserzeugend sind und entfernt werden müssen. Wie sonst, außer über die Raumluft, hätten sich die Fasern in allen Räumen verteilen und ablagern können? Daraus ließe sich rein logisch schließen, dass auch die Raumluft kontaminiert sein musste. Dass die Fasern an den Schränken hoch gekrabbelt sind, kann man wohl ausschließen. Der Bürgermeister ist da allerdings anderer Meinung, wie er so oft bekundet hat.

So soll der Neubau der Kita Ebendorf mal aussehen
So soll der Neubau der Kita Ebendorf mal aussehen

Doch mit dem Wiedereinzug sind die Probleme in Ebendorf noch lange nicht gelöst. Weiterhin ist der Keller aufgrund des Schimmelbefalls und der eindringenden Feuchtigkeit gesperrt. Die Kinder müssen sich nach wie vor in den Containern, die sich vor dem Kitagebäude befinden, umziehen. Ein Zustand, der auf Dauer nicht tragbar und hinnehmbar ist.

Es muss daher weiter daran gearbeitet werden, die Planungen für den Kita-Neubau umzusetzen. Auch wenn jetzt wieder eine neue Planung den Gemeinderäten und Eltern vorgestellt wurde, heißt das noch lange nicht, dass dieser Plan auch umgesetzt wird. Die Gemeindeverwaltung setzt bei der Umsetzung auf ein Förderprogramm namens „STARK 3“. Damit sind Förderungen von bis zu 70 % der Investitions- bzw. Baukosten möglich. Es kann aber auch eine wesentlich geringere Förderquote genehmigt werden. Dazu ist es ebenfalls möglich, einen zinslosen Kredit zu erhalten, der den Eigenanteil abdecken soll. Auch wenn der Kredit zinslos ist, muss er doch irgendwann wieder zurückgezahlt werden. Und ob sich das Barleben noch leisten kann, ist bei der derzeitigen Haushaltslage mehr als fraglich.

Ich finde es deshalb nicht ausreichend, dass die Verwaltung hier nur auf ein Pferd setzt. Es muss auch schon jetzt über alternative Finanzierungsmöglichkeiten nachgedacht werden. Nicht erst, wenn das Kind „STARK 3“ in den Brunnen gefallen ist. Während einer Elternversammlung ließ beispielsweise der Landkreis durchblicken, dass auch er bereit wäre, sich an den Baukosten zu beteiligen. Doch davon hört man aus der Gemeindeverwaltung nichts.

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