Allgemein Gemeinderat Barleben

Gegendarstellung zur Mitarbeit in den AGs zur zentralen Kindereinrichtung

Wie auf der Internetseite der Gemeinde heute zu lesen war, sollen angeblich die Mitglieder der Barleber Gemeinderatsfraktion FWG/PIRATEN eine Mitarbeit an den Arbeitsgruppen zur Zusammenlegung von Grund- & Ganztagsschule bzw. der Kinderbetreuungseinrichtungen abgelehnt haben. Diese Darstellung weise ich entschieden zurück.

Unser Fraktionsmitglied, Pfarrer Johannes Könitz hatte seine Mitarbeit angeboten. Doch als Antwort aus der Verwaltung auf dieses Angebot, kamen lediglich allgemeine Aussagen, wie und welche Arbeitsgruppen geplant seien. Konkrete Termine der Arbeitsgruppen wurden nicht benannt.
So war es unserem Fraktionsmitglied nicht möglich, an diesen Beratungen teilzunehmen.

Zu der Vorgehensweise zu dieser Thematik möchte ich noch anmerken, dass ich es nicht unterstützen werde, wenn von der Verwaltung aus Gruppen gebildet werden und versucht wird, sie gegeneinander auszuspielen.

Erst berät man mit den Gruppen von Kindergarten und Kinderkrippe. Man stellt ihnen das Projekt der zentralen Kindereinrichtung vor und lässt Eltern und Mitarbeiter von einer schönen, teilweise neuen Einrichtung träumen. Die positive Reaktion kann ich, wenn man das Projekt für sich betrachtet, durchaus verstehen und nachvollziehen. Doch diese zentrale Kindereinrichtung wird nur möglich, wenn die derzeitigen Nutzer (Grundschule) dieses Gebäude räumen und mit in die Schule in der Feldstraße ziehen. Da eine Zusammenlegung der beiden Schulen in das Gebäude in der Feldstraße schlicht und ergreifend aufgrund von Vorgaben des Landes und der Schulform nicht möglich ist lehnen dies beide Schulen, Lehrer und Schüler ab.

Aber das haben, wie es in dem Artikel auf der Gemeindeseite selbst steht, die Eltern und Mitarbeiter von Kindergarten und Kinderkrippe längst realisiert:

„Bedenken haben die Elternvertreter von Kinderkrippe und Kindergarten hinsichtlich der Zusammenlegung der Schulen in ein Gebäude. Den Elternvertretern nach, können sich viele Eltern nicht vorstellen, dass ihr Grundschulkind mit den Ganztagsschülern zusammen in einem Schulgebäude unterrichtet wird.“ Zitat Internetseite der Gemeinde Barleben

Es besteht jetzt die Gefahr, dass sich dadurch zwei Gruppen gegenüberstehen, die um das Gebäude der jetzigen Grundschule kämpfen. Auf der einen Seite Kindergarten und Kinderkrippe, auf der anderen Grund- und Ganztagsschule.

Einige Stimmen unter den Barleber Bürgern äußern zudem Unverständnis über die ablehnende Haltung von Grund- und Ganztagsschule. Schließlich wurde man früher ja auch von der ersten bis zur letzten Klasse zusammen in einem Gebäude unterrichtet.

Doch in den letzten Jahrzehnten hat sich eine Menge im Bildungsbereich getan. So haben sich die Schulformen (Sekundarschule, Gemeinschaftsschule, Ganztagsschule) mehrmals geändert, die Anforderungen an die Schüler sind andere und vielfältiger. Den Schülern von heute muss eine bestmögliche Bildung geboten werden, damit sie später auf dem Arbeitsmarkt bestehen können. Ihre Kompetenzen müssen bspw. durch die zunehmende Digitalisierung wesentlich vielfältiger ausgestaltet sein, als noch vor der Zeit des Internets. Auch die vom Land geforderte Inklusion aller Schüler erfordert eine andere, komplexere Ausgestaltung von Räumen und Bildungskonzepten. All dies ist mit dem jahrzehntealten Bildungskonzept nicht mehr umsetzbar. So ist eine Zusammenlegung von Grund- und Ganztagsschule in dem Schulgebäude in der Feldstraße nicht möglich, sofern man das Wohl und die Zukunft der Schülerinnen und Schüler nicht aufs Spiel setzen will.

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